Fake News – Der Präsident oder sein Doppelgänger...  

Tom Bündeli, ein engagierter Reporter des Helvetischen Tagblatts recherchiert in einer namentlich nicht genannten Republik , welche in verschiedene Konflikte mit dem nahen und fernen Ausland involviert ist. Hier zieht ein gewiefter Staatssekretär die Fäden. Die Geliebte des Reporters entpuppt sich als Agentin und der Staatspräsident hat einen Doppelgänger. Wie sich Bündeli aus der Affäre zieht, zeigen wir auf der Bühne.

... und die Geschichte
aus der Sicht des Autors

Sich mit der Geschichte des Theaterstück zu befassen, ist ganz interessant. Dies hat sich bereits für «Chalet Vollmond (all inclusive)» an dieser Stelle gezeigt.
Zunächst verdanke ich den Stoff für jedes Theaterstück meiner Inspiration. Von wo ich sie habe, weiss ich nicht, aber dass ich ihr vertrauen kann, das schon. Sicher sind auch andere Autoren wie Dürrenmatt oder Brecht wichtige Inspirationsquellen, würde wohl Thomas Brunschweiller sagen, welcher etliche Premierenberichte zu meinen Stücken verfasst hat.
Wie dem auch sei, die erste Entwurfsversion von «Fakenews – Der Präsiden oder sein Doppelgänger» gab vor rund 5 Jahren Anlass zu einem regen Mailwechsel mit Ursina Greuel (sogar theater, Zürich), welche dem Stück einige Stärken, aber auch etliche Schwächen attestierte. Der Präsident war für sie, verglichen mit dem real existierenden Vorbild, das nicht genannt sein will, viel zu harmlos und die Agentin, lediglich auf ihre weiblichen Reize reduziert, dargestellt. Ich war nicht mit allem einverstanden, habe aber die Kritik ernst genommen.
Vor rund drei Jahren gab ich eine überarbeitete Fassung Aernschd Born zum Lesen. Er antwortete mit einem Fragekatalog von rund zwei Seiten, der mich zunächst etwas ratlos machte, mir aber zeigte, dass da einer das Stück wirklich gelesen hatte. Wir trafen uns zwei oder dreimal und das Stück nahm in den wesentlichen Zügen die heutige Form an. Am Schluss fragte mich Aernschd, was machst du jetzt damit? Aufführen, sagte ich und fragte ihn, ob er die Regie übernehmen möchte.
Aernschd wollte das und wurde so zum ersten Regisseur der Werk.Bühne.Münchenstein. Das erste Stück war dann allerdings «Chalet Vollmond (all inclusive)». Nach dieser standen allerdings andere Projekte im Vordergrund und Aernschd verzichtete auf die vorgesehene zweite Produktion. Vorübergehend sah sich der Autor in der Rolle des Regisseurs mit dem Ziel das Stück bereits im Frühjahr 2020 auf die Bühne zu bringen, was im Nachhinein betrachtet zum Glück nicht gelang. Immerhin resultierte eine gute Strichversion des Stücks, die nun Marie-Louise Lienhard UIlrich für ihre Inszenierung dient.   



Skript von «Fakenews oder der Präsident und sein Doppelgänger»

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